2018 du warst ein wunderbarer Lehrer

31. Dezember 2018

Wir streichen die letzen wenigen Tage in unseren Kalendern, die uns noch von 2018 bleiben. Unsere Gedanken kreisen gleichzeitig um „es ist schon wieder ein Jahr vorbei“ und „dieses Jahr werde ich meine Vorsätze einhalten“. Mit akribischer Entschlossenheit formulieren wir Neujahrsvorsätze in unseren Köpfen, schreiben sie nieder oder kleben sie motiviert auf Post-its. Das neue Jahr kann starten! Wir sind bereit!

Um ehrlich zu sein, bin ich kein Fan von Neujahrsvorsätzen. Punkt. Aus eigener Erfahrung heraus kann ich sagen, dass diese in den meisten Fällen nach kurzer Zeit über Bord geworfen werden. Der anfängliche Schub an grenzenloser Motivation erreicht leider bald ein Ende. Ehe wir es uns versehen, sind wir frustriert und verärgert über uns selbst. Ich war es jedenfalls alle Jahre wieder, bis ich dann entschlossen den Neujahrsvorsätzen den Rücken kehrte. Es wurde Zeit für einen umsetzbaren Start ins neue Jahr.


Positive Routinen und Selbstreflexion statt Neujahrsvorsätzen


„Gesünder Essen“, „Mehr Lesen“ oder „Öfters Sport machen“ sind Ziele, die eine Gemeinsamkeit haben, nämlich selten erreicht zu werden. Sie sind viel zu vage und nicht an das eigene Leben, beziehungsweise den eigenen Alltag angepasst. Ziele ohne Plan sind einfach nur Wünsche und das gleiche gilt für Neujahrsvorsätze. Stattdessen nehme ich mir die Zeit, um über mein vergangenes Jahr zu reflektieren. Versuch doch kurz diese Fragen für dich selbst zu beantworten:

  • – Was sind meine Meilensteine in diesem Jahr gewesen?
  • – Auf was kann ich besonders stolz sein?
  • – Wie hat sich meine Beziehung zu mir selbst entwickelt?
  • – Wie hat sich meine Beziehung zu XY entwickelt?
  • – Welchen Problemen bin ich begegnet?
  • – Was konnte ich daraus lernen?
  • – Von welchen Dingen möchte ich mich verabschieden?
  • – Was habe ich neues über mich selbst entdeckt?
  • – Wann hat dich deine Angst zurückgehalten?
  • – Von welchen Dingen würde ich gerne mehr machen?

 

Nachdem ich mich dieses Jahr Hals über Kopf in meinen Job geworfen, dabei Freunde und mich selbst vernachlässigt habe, scheinen Neujahrsvorsätze und Ziele wie Zwänge, die ich mir freiwillig auferlege. Neben all der beruflichen Achterbahnfahrt war 2018 für mich geprägt von persönlichen Veränderungen und Durchbrüchen. Ich durfte mich unerwarteten Hochs und Tiefs stellen, bin weitaus mehr als nur ein paar  Mal hingefallen und lernte (und lerne noch immer) wieder aufzustehen. 

Auf den ersten Blick scheint in diesem Jahr (verglichen zu anderen die in diesen Tagen ihre Jahresrückblicke online stellen) bei mir nicht sonderlich viel passiert zu sein. Ich habe weder Wohnort noch Beruf gewechselt. Ich unternahm keine Reisen oder Abenteuer. Aber ich bin nicht traurig darüber, denn ich weiß, ich durfte für mich persönlich viel aus diesem Jahr mitnehmen. Es wurden kleine Schritte gesetzt die die Gleise für kommenden Zeiten gelegt haben. Statt wie im vorigen Jahr immer nur „Nein“ zum Leben zu sagen und all den Möglichkeiten, die sich einem ergeben können, bin ich mutiger und neugieriger geworden.


Coffee Blend Podcast


Ein großes Projekt, das ich dieses Jahr gestartet habe und auf das ich wirklich stolz bin ist mein Coffee Blend Podcast. Gemeinsam mit meiner wunderbaren Freundin Kerstin haben wir ihn im August 2018 ins Leben gerufen. Dieses Projekt hat mir gezeigt, wohin ich meinen Fokus im kommenden Jahr legen möchte und welche Karrierewege ich verfolge. Aus einer kleinen Idee wurde ein wunderbares Vorhaben und eine stabile Präsenz.


Mein Fokus für 2019


So ganz ohne Plan oder Vorhaben möchte ich natürlich nicht ins neue Jahr starten. Auch wenn ich keine Neujahrsvorsätze im klassischen Sinn habe, gibt es doch Bereiche auf die ich mich mehr fokussieren möchte. 2018 hat mir gezeigt, was für mich wichtig ist, wo meine Leidenschaften liegen und welche Bereiche noch mehr Aufmerksamkeit brauchen.

  • – Mehr für mich tun und mehr in mich selbst und meine (mentale) Gesundheit investieren
  • – Ich darf ganz ich selbst sein – und genauso bin ich liebenswert#
  • – Mehr Zeit mit Freunden verbringen und ja zu spontanen Abenteuern sagen
  • – Selbstliebe und Selbstakzeptanz
  • – Einen Gang runter schalten (oder gerne auch mehrere) um den Moment zu genießen. Es ist vollkommen in Ordnung nicht 24/7 sein Bestes zu geben.
  • – Zeichnen und Schreiben als kreativer Ausgleich
  • – Persönlichkeitsentwicklung und Spiritualität

2019 soll für euch ein Jahr der Selbstverwirklichung sein. Ein Jahr in dem ihr eurem Herzen folgt und auf euch selbst vertraut.

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