28.07.2014

simple act of kindness


"Deine Haare sehen so toll aus!"

Ich schaue mein Gegenüber verwirrt und unglaubwürdig an. Bitte was? 
"Du hast voll den süßen Bob, der steht dir so gut, vor allem wie er auf der Seite fällt." Ich habe anscheinend richtig verstanden, denn das wildfremde Mädchen grinst mich breit an und ihr Lächeln beweist mir, dass sie es ehrlich meint. Ich bedanke mich peinlich berührt, kann mir selbst ein Grinsen nicht verkneifen und merke, wie meine Wangen rot werden.  



Ich hätte an dem Tag meine Haare waschen müssen, da ich aber verschlafen habe, konnte ich dieses Vorhaben knicken. Zusammenbinden? Ehhh noch nicht lang genug. Eine Kopfbedeckung vermeide ich bei solchen Temperaturen lieber. Also Augen zu und durch. 
Ich fühle mich ganz und gar nicht wohl mit den Haaren, halte sie die meiste Zeit aus dem Gesicht (oder versuche es zumindest, leider zu kurz um sie für länger als 3 Sekunden hinter die Ohren zu legen). 
Und doch hat dieses kleine Kompliment es geschafft, meine Zweifel zu vergraben. Sie hat mir wirklich die Laune gerettet.

Es ist doch witzig, wie streng wir mit uns selbst sind, und andere Personen Dinge an uns toll finden, die uns stören. Ich bin da selbst nicht anders. Unnötige Selbstzweifel können aber mit so einer kleinen Aufmerksamkeit niedergetrampelt werden. Und es ist gar nicht mal so schwer, dem Mädchen im Bus zu sagen, dass ihr Outfit heute super ist, oder das Haar der Kellnerin so schön ist. 

Über ein aufrichtiges Kompliment aus heiterem Himmel freut sich jeder, und man fühlt sich selbst besser. Wer weiß, wessen Tag man gerade etwas besser gemacht hat? :) 






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